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Bedeutende Persönlichkeiten in römischer Geschichte
Marcus Antonius Orator - Marcus Antonius war ein berühmter Redner der römischen Republik, den Marcus Tullius Cicero in seinem Werk De Oratore als Vorbild für Redekunst und Actio beschreibt.
Quintus Caecilius Niger - Quintus Caecilius Niger war ehemaliger Quaestor des Gaius Verres und bewarb sich 70 v. Chr. darum, die Anklage gegen seinen früheren Vorgesetzten zu führen. In der Divinatio in Caecilium setzte sich jedoch Cicero durch, der Caecilius wegen seiner engen Verbindung zu Verres und seiner fehlenden Unabhängigkeit als ungeeigneten Ankläger darstellte.
Appius Claudius Crassus - Appius Claudius Crassus war der führende Decemvir bei der Abfassung der Zwölftafelgesetze, entwickelte sich jedoch nach römischer Überlieferung zu einem tyrannischen Herrscher. Sein Machtmissbrauch und der Fall der Verginia führten zum Sturz der Decemvirn und zur Wiederherstellung der republikanischen Verfassung.
Marcus Claudius Marcellus - Marcus Claudius Marcellus spielte im Zweiten Punischen Krieg eine wichtige Rolle, indem er Hannibal mehrfach aufhielt und mit der Eroberung von Syrakus (212 v. Chr.) Sizilien dauerhaft für Rom sicherte.
Lucius Cornelius Sulla Felix - Lucius Cornelius Sulla war ein römischer Feldherr und Diktator, der durch seine Märsche auf Rom, seine Proskriptionen und seine umfassenden Verfassungsreformen die politische Ordnung der Republik tiefgreifend veränderte und den Weg für spätere Machtergreifungen bereitete.
Lucretia und ihre Vergewaltigung durch Sextus Tarquinius - Die Vergewaltigung der Lucretia durch Sextus Tarquinius führte nach der Überlieferung des Livius zum Sturz der römischen Monarchie und zur Gründung der Republik im Jahr 509 v. Chr. Die Geschichte wurde zum Sinnbild für den Kampf gegen Tyrannei sowie für die römischen Ideale von Tugend, Ehre und Freiheit.
Quintus Fabius Pictor - Quintus Fabius Pictor war der erste römische Historiker und begründete mit seinen auf Griechisch verfassten Annales die römische Geschichtsschreibung, die Mythos, Politik und historische Deutung erstmals literarisch verband.
Hadrianus von Utica - Der von Marcus Tullius Cicero in In Verrem II,1,27 erwähnte Hadrianus wurde in Utica von einer aufgebrachten Menge verbrannt und dient als warnendes Beispiel für das Schicksal sehr ruchloser und korrupter römischer Beamter in den Provinzen.
Quintus Hortensius Hortalus - Quintus Hortensius Hortalus war der bedeutendste Gerichtsredner der späten Republik vor Cicero. Als führender Vertreter der Optimaten verteidigte er zahlreiche prominente Politiker, darunter Gaius Verres, und galt aufgrund seiner kunstvollen Rhetorik als größter Anwalt seiner Zeit, bis Cicero ihn im Verres-Prozess überflügelte.
Lucius Licinius Crassus - Lucius Licinius Crassus galt als der größte Redner der Römischen Republik vor Cicero. Seine außergewöhnliche Beredsamkeit, seine juristische Fachkenntnis und sein politisches Wirken machten ihn zum Vorbild des idealen Staatsmannes und zum wichtigsten rhetorischen Vorbild Ciceros.
Gnaeus Marcius Coriolanus - Gnaeus Marcius Coriolanus war ein unnachgiebiger aristokratischer Feldherr, der laut Titus Livius die Getreidekrise nutzen wollte, um die Rechte der Plebejer zu beschneiden, und nach seiner Verbannung sogar gegen Rom kämpfte.
Gaius Marius - Gaius Marius war ein erfolgreicher Feldherr und Reformer, der das römische Heer grundlegend veränderte und durch seinen Machtkampf mit Lucius Cornelius Sulla einen der ersten großen Bürgerkriege der römischen Republik auslöste.
Gaius Mucius Scaevola - Gaius Mucius Scaevola war ein legendärer römischer Held, der nach dem gescheiterten Attentatsversuch auf König Lars Porsenna seine Hand in ein Feuer hielt, um seine Furchtlosigkeit zu zeigen, und dadurch den Beinamen „Scaevola“ („der Linkshändige“) erhielt.
Gnaeus Pompeius Magnus - Gnaeus Pompeius Magnus war einer der erfolgreichsten Feldherren der späten römischen Republik. Mit seinen Siegen gegen die Piraten und Mithridates sowie der Neuordnung des Ostens begründete er Roms Vormachtstellung im Mittelmeerraum, ehe sein Machtkampf mit Caesar im Bürgerkrieg von 49–48 v. Chr. den Untergang der Republik entscheidend beschleunigte.
Valerius Antias - Valerius Antias war ein römischer Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts v. Chr., dessen umfangreiche Annales die frühe Geschichte Roms behandelten und trotz ihres Verlustes durch ihre starke Nutzung bei Autoren wie Titus Livius großen Einfluss auf die römische Geschichtsschreibung ausübten.
Gaius Verres - Gaius Verres war ein römischer Magistrat der späten Republik, der sich durch Korruption und Machtmissbrauch einen berüchtigten Namen machte. Seine dreijährige Statthalterschaft in Sizilien führte 70 v. Chr. zum berühmten Prozess gegen ihn, in dem Cicero seine Anklagereden In Verrem hielt und Verres noch vor dem Urteil ins Exil zwang.