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Marcus Tullius Cicero – Leben, politische Karriere und Tod
Herkunft und Jugend
Marcus Tullius Cicero wurde am 3. Januar 106 v. Chr. in Arpinum geboren. Seine Familie gehörte zum wohlhabenden römischen Ritterstand (ordo equester), stammte aber nicht aus der alten senatorischen Aristokratie Roms.
Damit war Cicero ein „novus homo“, ein „neuer Mann“: In seiner Familie hatte zuvor niemand das Konsulat erreicht. Für einen römischen Politiker war dies ein erheblicher Nachteil, denn die höchsten Ämter wurden normalerweise von Familien getragen, die bereits über Generationen hinweg politische Netzwerke und Ansehen besaßen.
Cicero musste seinen politischen Aufstieg daher vor allem durch Bildung, juristische Kenntnisse, rhetorisches Talent und persönliche Beziehungen erreichen.
Schon früh erhielt er eine umfassende Ausbildung in Rhetorik, Philosophie und Recht. In Rom studierte er unter bedeutenden Rechtsgelehrten und Rednern. Später reiste er nach Athen und Rhodos, um seine Ausbildung zu vervollständigen. Besonders die rhetorische Ausbildung auf Rhodos prägte seinen späteren Redestil.
Cicero als Anwalt
Ciceros erste große Erfolge erzielte er als Gerichtsredner.
Eine seiner berühmtesten frühen Reden war die Verteidigung des Sextus Roscius im Jahr 80 v. Chr.
Roscius war des Vatermordes angeklagt worden. Der Prozess war politisch heikel, weil mächtige Anhänger Sullas hinter der Anklage standen.
Cicero wagte es dennoch, die Verteidigung zu übernehmen.
Mit der Rede Pro Roscio Amerino gelang ihm ein spektakulärer Erfolg. Damit machte er sich in Rom als junger Anwalt einen Namen.
Wer in Rom erfolgreich vor Gericht auftrat, konnte dadurch politische Unterstützer gewinnen und sich einen Namen für den cursus honorum machen.
Die Quaestur in Sizilien
Im Jahr 75 v. Chr. wurde Cicero Quaestor.
Sein Amtsbereich war Sizilien, genauer gesagt der westliche Teil der Provinz.
Diese Tätigkeit war für Ciceros weitere Karriere von enormer Bedeutung.
Er verwaltete die Getreideversorgung und gewann bei der Bevölkerung der Provinz einen guten Ruf. Die Sizilianer schätzten ihn offenbar so sehr, dass sie sich später an ihn wandten, als sie gegen den ehemaligen Statthalter Gaius Verres vorgehen wollten.
Damit führte seine Quaestur indirekt zu einem der wichtigsten Prozesse seiner Karriere.
Der Prozess gegen Gaius Verres
Im Jahr 70 v. Chr. übernahm Cicero die Anklage gegen Gaius Verres, den ehemaligen Statthalter von Sizilien.
Verres wurde wegen schwerer Erpressung und Ausbeutung der Provinzialen (crimen repetundarum) angeklagt.
Für Cicero war der Prozess eine außergewöhnliche Gelegenheit.
Er hatte durch seine Quaestur Beziehungen zu den Sizilianern aufgebaut und konnte deshalb als besonders glaubwürdiger Ankläger auftreten.
Cicero setzte sich schließlich gegen den berühmten Redner Quintus Hortensius Hortalus, den Verteidiger des Verres, durch.
Verres erkannte, dass seine Chancen schlecht standen, und ging ins Exil.
Die erhaltenen Reden In Verrem wurden zu einem der berühmtesten Werke Ciceros.
Besonders wichtig sind dabei die Divinatio in Caecilium, die Actio prima und die nicht vollständig gehaltene Actio secunda.
Der Verres-Prozess machte Cicero endgültig zu einem der führenden Redner Roms.
Die Ädilität
Im Jahr 69 v. Chr. wurde Cicero Ädil.
Die Ädilen waren unter anderem für die Marktaufsicht, öffentliche Ordnung und Spiele verantwortlich.
Cicero befand sich damit weiter auf dem traditionellen Weg des cursus honorum:
Quaestor → Aedil → Praetor → Consul
Er hatte seine Ämter jeweils frühestmöglich erreicht. Genau dieser außergewöhnlich schnelle Aufstieg ist ein wichtiger Bestandteil seiner politischen Karriere.
Die Prätur
66 v. Chr. wurde Cicero Prätor.
In diesem Jahr hielt er unter anderem die berühmte Rede Pro Lege Manilia (De imperio Cn. Pompei).
Darin unterstützte er den Antrag, Pompeius mit einem außergewöhnlich weitreichenden militärischen Kommando gegen Mithridates VI. von Pontos zu betrauen.
Cicero trat damit außenpolitisch und militärisch stärker hervor.
Seine politische Bedeutung wuchs nun erheblich.
Das Konsulat von 63 v. Chr.
Der Höhepunkt von Ciceros politischer Karriere kam im Jahr 63 v. Chr.
Er wurde zum Konsul gewählt.
Damit hatte ein novus homo das höchste reguläre Amt der römischen Republik erreicht.
Cicero war besonders stolz darauf, dass er den cursus honorum ohne die Unterstützung einer alten Konsularfamilie durchlaufen hatte.
Sein Konsulat wurde allerdings vor allem durch die sogenannte Catilinarische Verschwörung berühmt.
Die Catilinarische Verschwörung
Lucius Sergius Catilina hatte bereits mehrfach erfolglos versucht, das Konsulat zu erreichen.
63 v. Chr. entwickelte sich eine Verschwörung, die Cicero als unmittelbare Gefahr für den römischen Staat betrachtete.
Cicero hielt seine berühmten vier Reden:
In Catilinam I–IV
Die erste Rede begann mit dem berühmten:
Quo usque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?
„Wie lange noch, Catilina, wirst du unsere Geduld missbrauchen?“
Cicero gelang es, Catilina politisch zu isolieren und die Verschwörung niederzuschlagen.
Mehrere Verschwörer wurden anschließend ohne reguläres Gerichtsverfahren hingerichtet.
Genau diese Entscheidung sollte Ciceros politische Karriere später schwer belasten.
Cicero als „Retter der Republik“
Cicero selbst stellte seine Rolle während des Konsulats als Rettung des römischen Staates dar.
Er bezeichnete sich später teilweise als pater patriae, „Vater des Vaterlandes“.
Zunächst wurde Cicero für die Niederschlagung der Verschwörung gefeiert.
Doch seine Gegner kritisierten bald, dass die Verschwörer ohne ordentliches Gerichtsverfahren hingerichtet worden waren.
Diese Frage sollte Jahre später entscheidend für Ciceros politisches Schicksal werden.
Cicero und das Erste Triumvirat
Nach seinem Konsulat wurde Ciceros politische Situation schwieriger.
In den 60er Jahren v. Chr. gewannen Gaius Julius Caesar, Gnaeus Pompeius Magnus und Marcus Licinius Crassus zunehmend an Macht.
60 v. Chr. bildeten sie das sogenannte Erste Triumvirat.
Cicero stand diesem Machtbündnis grundsätzlich skeptisch gegenüber.
Er war überzeugt, dass die Republik auf der Zusammenarbeit der führenden Senatoren und der traditionellen Institutionen beruhen sollte.
Sein Ideal war eine concordia ordinum, eine Einigkeit der gesellschaftlichen und politischen Führungsschichten.
Gegenüber der tatsächlichen Machtpolitik Caesars, Pompeius' und Crassus' erwies sich dieses Ideal jedoch als zunehmend schwer durchsetzbar.
Ciceros Exil
Sein politischer Gegner Publius Clodius Pulcher griff Cicero schließlich wegen der Hinrichtung der Catilinarier an.
Clodius setzte durch, dass Cicero 58 v. Chr. ins Exil gehen musste.
Cicero verließ Italien und hielt sich unter anderem in Griechenland auf.
Für ihn war das Exil eine persönliche und politische Katastrophe.
Seine Häuser und sein Besitz wurden teilweise zerstört bzw. konfisziert.
Doch bereits 57 v. Chr. konnte Cicero nach Rom zurückkehren.
Seine Rückkehr wurde zu einem politischen Triumph.
Cicero zwischen Caesar, Pompeius und Crassus
Nach seiner Rückkehr versuchte Cicero, seinen politischen Einfluss wiederherzustellen.
Die politische Realität hatte sich allerdings verändert.
Caesar, Pompeius und Crassus dominierten zunehmend das politische Geschehen.
Cicero konnte nicht mehr die politische Rolle spielen, die er sich ursprünglich vorgestellt hatte.
Er hielt weiterhin zahlreiche Reden und beteiligte sich an den politischen Auseinandersetzungen, musste aber immer wieder Kompromisse eingehen.
Seine Werke dieser Zeit zeigen deshalb häufig die Spannung zwischen seinem republikanischen Ideal und der tatsächlichen Machtpolitik der späten Republik.
Cicero als Statthalter von Kilikien
Im Jahr 51 v. Chr. übernahm Cicero die Verwaltung der Provinz Kilikien.
Er blieb dort bis etwa Mitte 50 v. Chr.
Diese Statthalterschaft ist besonders interessant, weil Cicero selbst großen Wert darauf legte, seine Provinz ohne die für römische Statthalter typische persönliche Bereicherung zu verwalten.
Er versuchte, sich als gerechter und zurückhaltender Statthalter zu präsentieren.
Seine umfangreiche Korrespondenz aus dieser Zeit gibt einen außergewöhnlich detaillierten Einblick in die Verwaltung einer römischen Provinz.
Der Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius
49 v. Chr. begann der Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius.
Cicero befand sich in einer schwierigen Lage.
Er stand grundsätzlich auf der Seite der republikanischen Ordnung und sympathisierte deshalb eher mit Pompeius.
Schließlich schloss er sich Pompeius in Griechenland an.
Nach der Niederlage der Pompeianer bei Pharsalos 48 v. Chr. erkannte Cicero jedoch die Aussichtslosigkeit des Kampfes.
Er akzeptierte Caesars Begnadigung und kehrte nach Italien zurück.
Damit war Cicero politisch zunächst weitgehend ausgeschaltet.
Cicero unter Caesar
Unter Caesars Herrschaft zog sich Cicero zunehmend aus dem politischen Tagesgeschäft zurück.
Diese politische Zurückhaltung hatte allerdings eine unerwartete Folge:
Cicero begann in dieser Zeit besonders intensiv zu schreiben.
Vor allem die Jahre 46–44 v. Chr. wurden zu einer außergewöhnlich produktiven Phase seines literarischen und philosophischen Schaffens.
Seine Werke sollten die griechische Philosophie für ein römisches Publikum zugänglich machen und zugleich eine eigene römische politische und moralische Tradition formulieren.
Der Tod seiner Tochter Tullia
Im Jahr 45 v. Chr. starb Ciceros Tochter Tullia bei der Geburt.
Der Tod traf Cicero schwer.
Er zog sich noch stärker in die schriftstellerische Tätigkeit zurück.
Gerade in dieser Zeit entstanden zahlreiche seiner philosophischen Werke.
Die Philosophie wurde für Cicero zu einer Form der geistigen Verarbeitung persönlicher und politischer Krisen.
Cicero und die Ermordung Caesars
Am 15. März 44 v. Chr. wurde Caesar ermordet.
Cicero war nicht an der Verschwörung beteiligt, begrüßte die Ermordung aber grundsätzlich, weil er darin eine Chance zur Wiederherstellung der Republik sah.
Die Hoffnung auf eine Rückkehr zur alten Republik erfüllte sich jedoch nicht.
Stattdessen begann ein neuer Machtkampf.
Cicero gegen Marcus Antonius
Nach Caesars Tod geriet Cicero in Konflikt mit Marcus Antonius.
Cicero hielt eine Reihe von Reden gegen Antonius, die als Philippicae bekannt wurden.
Der Name erinnert bewusst an die Reden des griechischen Redners Demosthenes gegen Philipp II. von Makedonien.
Cicero hoffte, dass der junge Octavian, Caesars Erbe, gemeinsam mit dem Senat gegen Antonius vorgehen würde.
Diese politische Strategie erwies sich jedoch als verhängnisvoll.
Octavian, Antonius und Lepidus bildeten schließlich 43 v. Chr. das Zweite Triumvirat.
Cicero wurde zum politischen Feind erklärt.
Ciceros Tod
Cicero wurde auf die Proskriptionslisten gesetzt.
Am 7. Dezember 43 v. Chr. wurde er bei Formiae ermordet.
Seine Mörder handelten im Rahmen der Proskriptionen des Zweiten Triumvirats.
Damit endete das Leben eines Mannes, der mehr als vier Jahrzehnte lang versucht hatte, innerhalb der römischen Republik politische Macht durch Redekunst, Recht und politische Überzeugung auszuüben.
Cicero wurde zwar ermordet, aber sein literarisches Werk überlebte und beeinflusste die europäische Geistesgeschichte über Jahrhunderte hinweg.
Cicero als Redner
Cicero gilt als einer der bedeutendsten lateinischen Redner überhaupt.
Seine Bedeutung liegt nicht nur darin, dass er zahlreiche Gerichts- und politischen Reden hielt.
Er entwickelte zugleich eine umfassende Theorie der römischen Rhetorik.
Für Cicero musste ein idealer Redner nicht lediglich gut sprechen können.
Er sollte auch:
juristische Kenntnisse besitzen,
philosophisch gebildet sein,
politische Zusammenhänge verstehen,
das Publikum psychologisch einschätzen können,
und sprachlich überzeugend formulieren.
Seine rhetorischen Werke beschäftigen sich deshalb mit der Frage, was einen idealen Redner ausmacht.
Besonders wichtig sind: De oratore und Brutus
Gerade Brutus ist für deine bisherigen Artikel interessant, weil Cicero darin die Geschichte der römischen Beredsamkeit erzählt und dabei zahlreiche Redner wie Lucius Licinius Crassus, Marcus Antonius Orator und Quintus Hortensius behandelt.
Cicero als Philosoph
Cicero war allerdings nicht nur Redner und Politiker.
Er gehört auch zu den wichtigsten Vermittlern der griechischen Philosophie in der lateinischen Sprache.
Er war stark von der Neuen Akademie beeinflusst und vertrat eine grundsätzlich skeptische Haltung: In vielen philosophischen Fragen ging es ihm weniger darum, absolute Gewissheit zu behaupten, als darum, die jeweils überzeugendsten Argumente zu untersuchen.
Zu seinen philosophischen Themen gehörten unter anderem:
das Wesen des Staates,
Gerechtigkeit,
Ethik,
Pflichten,
Freundschaft,
Alter,
Religion,
Vorsehung,
Schicksal,
Tod und Glück.
Seine Philosophie wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil der späteren europäischen Geistesgeschichte.
Ciceros politische Bedeutung
Ciceros politische Bedeutung liegt vor allem darin, dass er versuchte, die traditionelle römische Republik gegen die zunehmende Konzentration persönlicher Macht zu verteidigen.
Dabei war er allerdings kein moderner Demokrat.
Er glaubte an die führende Rolle des Senats und der politischen Elite und wollte die Republik durch die Zusammenarbeit ihrer führenden Männer stabilisieren.
Sein Ideal war eine Republik, in der die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und politischen Kräfte durch Konsens (concordia) zusammenwirkten.
Gerade daran scheiterte Cicero letztlich.
Die politische Entwicklung der 50er und 40er Jahre v. Chr. wurde zunehmend von einzelnen mächtigen Männern und ihren persönlichen Armeen bestimmt.
Cicero besaß zwar enorme rhetorische und intellektuelle Fähigkeiten, aber keine eigene militärische Macht.
Das machte ihn gegenüber Caesar, Pompeius, Antonius und Octavian politisch verwundbar.
Ciceros Werke – chronologisch
Die Datierung einiger Werke ist nicht vollständig sicher. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an der üblichen Chronologie und an der von der University of Texas zusammengestellten Übersicht.
Frühe Werke
ca. 84–81 v. Chr.
De inventione – über die rhetorische Erfindung und Argumentation
80 v. Chr.
Pro Roscio Amerino – Verteidigungsrede für Sextus Roscius
79–77 v. Chr.
Weitere kleinere rhetorische und juristische Schriften sowie Reden
Die großen Gerichtsreden und politischen Reden
70 v. Chr.
Divinatio in Caecilium
In Verrem – Prozess gegen Verres
69 v. Chr.
Pro Caecina
Pro Fonteio
Pro M. Tullio
66 v. Chr.
Pro Lege Manilia / De imperio Cn. Pompei
63 v. Chr.
In Catilinam I–IV
Pro Murena
Pro Rabirio perduellionis
De lege agraria
62 v. Chr.
Pro Archia
Pro Sulla
Nach dem Konsulat und dem Exil
58–57 v. Chr.
Post Reditum ad Quirites
Post Reditum ad Senatum
De Domo Sua
56 v. Chr.
Pro Balbo
Pro Caelio
Pro Sestio
In Vatinium
De Haruspicum Responsis
De Provinciis Consularibus
55 v. Chr.
De Oratore
In Pisonem
54 v. Chr.
Pro Plancio
Pro Rabirio Postumo
52 v. Chr.
Pro Milone
Politische Philosophie
ca. 54–51 v. Chr.
De re publica – über den Staat
ca. 52–51 v. Chr.
De legibus – über die Gesetze
Diese beiden Werke gehören zu Ciceros wichtigsten politischen Schriften. Sie behandeln unter anderem die ideale Staatsordnung, Recht, Gerechtigkeit und die Grundlagen der römischen Republik.
Die große literarische Phase unter Caesar
46 v. Chr.
Brutus – Geschichte der römischen Beredsamkeit
Orator – über den idealen Redner
De optimo genere oratorum
Paradoxa Stoicorum
Pro Marcello
Pro Ligario
45 v. Chr.
Academica
De finibus bonorum et malorum
Tusculanae disputationes
Pro Rege Deiotaro
In diese Zeit fällt auch Ciceros besonders intensive philosophische Tätigkeit nach dem Tod seiner Tochter Tullia.
Die letzten Werke
44 v. Chr.
De senectute – über das Alter
De amicitia – über die Freundschaft
De divinatione – über die Wahrsagung
De fato – über das Schicksal
Topica – über Argumentationsformen
De officiis – über die Pflichten
44–43 v. Chr.
Philippicae – Reden gegen Marcus Antonius
Die Philippicae gehören zu Ciceros letzten großen politischen Leistungen.
Die wichtigsten Werkgruppen auf einen Blick
Bereich Wichtige Werke
Gerichtsreden Pro Roscio Amerino, In Verrem, Pro Milone
Politische Reden In Catilinam, Pro Lege Manilia, Philippicae
Rhetorik De inventione, De oratore, Brutus, Orator
Staatsphilosophie De re publica, De legibus
Ethik De officiis, De finibus, Tusculanae disputationes
Religion De natura deorum, De divinatione, De fato
Moralische Themen De senectute, De amicitia
Briefe Epistulae ad Atticum, Ad familiares, Ad Quintum fratrem, Ad Brutum
Besonders wertvoll sind außerdem Ciceros Briefe, weil sie einen ungewöhnlich unmittelbaren Einblick in sein persönliches Leben und die politischen Ereignisse seiner Zeit geben. Ein großer Teil seiner Korrespondenz wurde nach seinem Tod überliefert; sein Freigelassener Tiro wird traditionell mit der postumen Veröffentlichung bzw. Sammlung seiner Briefe verbunden.