Auf dieser Seite findest du Zusatzinformationen zu verschiedenen Fachbegriffen, Themen und Städten, die in meinen übersetzten Texten vorkamen! Die Gliederung sieht folgendermaßen aus:
Bedeutende Persönlichkeiten und verfeindete oder verbündete Völker Roms
Religiöse Kulte und Priesterämter in Rom
Römische Fachbegriffe aus Politik, Recht und Militär
weniger bekannte Gottheiten und göttliche Wesen
Wichtige Beinamen von Göttern
Topograhpie Roms: Hügel, Heiligtümer und berühmte Orte
Bedeutende Städte im Römischen Reich
Bedeutende Persönlichkeiten und verfeindete oder verbündete Völker Roms
Gnaeus Pompeius Magnus - Berühmter General und Gegenspieler von Gaius Iulius Cäsar im Bürgerkrieg
Quintus Fabius Pictor - Quintus Fabius Pictor war der erste römische Historiker und begründete mit seinen auf Griechisch verfassten Annales die römische Geschichtsschreibung, die Mythos, Politik und historische Deutung erstmals literarisch verband.
Der Volksstamm der Volsker - Die Volsker waren ein eigenständiger italischer Volksstamm südöstlich von Rom und gehörten zu den wichtigsten Gegnern der frühen Republik. Im 4. Jh. v. Chr. wurden die Volsker von Rom unterworfen und romanisiert.
Der Volksstamm der Aequer - Die Aequer waren ein eigenständiger italischer Bergstamm im östlichen Latium, östlich von Rom, vor allem in der Gegend des Mons Algidus. Im 5. Jahrhundert v. Chr. zählten sie zu den gefährlichsten Gegnern Roms und führten fast ununterbrochen Grenzkriege gegen die junge Republik, häufig gemeinsam mit den Volskern.
Der Volksstamm der Rutuler - Die Rutuler waren ein italischer Volksstamm mit dem Zentrum Ardea, der in der römischen Frühgeschichte als Gegner Roms erscheint und in der Aeneis durch ihren König Turnus zum mythischen Gegenspieler des Aeneas und damit zum Symbol des einheimischen Widerstands gegen die trojanische Gründungstradition wird.
Religiöse Kulte und Priesterämter in Rom
Die römischen Kulthandlungen und ihre Bedeutung - Die römischen Kulthandlungen umfassten festgelegte Rituale, Opfer und Gebete, mit denen die Römer das pax deorum, das gute Verhältnis zu den Göttern, sichern wollten.
Die Fetialen - Die Fetialen waren römische Priester, die für die religiös legitimierte Erklärung von Krieg und Frieden zuständig waren. Sie sicherten, dass Rom nur in einem bellum iustum kämpfte.
Pater Patratus - Der pater patratus war ein Fetialpriester, der Verträge und Kriegserklärungen im Namen Roms rituell vollzog. Er sicherte die religiöse und rechtliche Gültigkeit römischer Abkommen.
Das Pomerium - Das Pomerium ist die heilige Stadtgrenze Roms, die rituell festgelegt worden ist. Innerhalb dieses Bereichs waren Waffen tragen und militärisches Imperium verboten, um den sakralen und zivilen Charakter der Stadt zu wahren.
Haruspices - Die Haruspices waren etruskische Priester, die den Willen der Götter durch Eingeweideschau und Vorzeichen deuteten. Rom übernahm diese Praxis als Teil seiner staatlichen Religion.
Die Suovetaurilia - Suovetaurilia bezeichnet ein römisches Reinigungsopfer, bei dem ein Schwein, ein Schaf und ein Stier geopfert wurden, um Heer, Volk oder Land rituell zu reinigen und die Götter gnädig zu stimmen.
Das Auspicium - Auspicium bezeichnet die rituelle Vogelschau im alten Rom, durch die vor politischen oder militärischen Entscheidungen der Wille der Götter eingeholt wurde.
Die Salier - Die Salier waren ein altes römisches Priesterkollegium des Mars, das durch rituelle Tänze und Prozessionen mit heiligen Schilden den göttlichen Schutz für den römischen Staat sichern sollte.
Der Pontifex Maximus - Der Pontifex Maximus war der oberste Priester Roms, der die staatliche Religion leitete, religiöse Vorschriften überwachte und dadurch großen Einfluss auf das politische Leben ausübte.
Römische Fachbegriffe aus Politik, Recht und Militär
Das römische Heeressystem über die Jahrhunderte - Das römische Heer entwickelte sich von einer einfachen Bürgerwehr zur hochprofessionellen Militärmaschine. In der frühen Republik war die Legion in Manipel gegliedert, kleine flexible Einheiten von etwa 120 Mann, die Rom taktische Überlegenheit verschafften. Später wurden sie durch professionelle Soldaten in Kohorten gegliedert ersetzt.
Die Liktoren in Rom - Die Liktoren waren staatliche Amtsdiener, die römische Magistrate begleiteten und deren Imperium durch die Fasces sichtbar machten. Sie stammen vermutlich aus etruskischer Tradition und verkörperten die rechtliche und militärische Macht des Staates in der Öffentlichkeit.
Die Römische Redekunst - Die römische Redekunst (ars rhetorica) beschreibt, wie eine Rede systematisch geplant und vorgetragen wird. Sie gliedert sich in fünf Phasen: inventio (Stofffindung), dispositio (Anordnung), elocutio (Stil), memoria (Einprägen) und actio (Vortrag). Ziel ist es, das Publikum zugleich zu belehren, zu bewegen und zu überzeugen (docere - movere - delectare).
Tribunicia potestas - Die tribunicia potestas bezeichnet die Befugnisse des Volkstribunen, vor allem das Vetorecht und den Schutz der Bürger. Sie war ein zentrales Mittel zur Kontrolle staatlicher Macht.
Gerichte und Rechtssprechung in Rom - In der späten römischen Republik wechselte die Gerichtsbarkeit zwischen Ritter- und Senatorenstand hin und her. Während die Rittergerichte lange als unbestechlich galten, führte die Rückübertragung an den Senat durch Sulla zu neuem Korruptionsverdacht, da nun wieder Senatoren über Senatoren richteten.
Die Einteilung der römischen Bevölkerung in 30 Kurien durch den ersten König Romulus - Romulus teilte das römische Volk in 30 Kurien ein, die die älteste politische und religiöse Organisationsform Roms darstellten.
Das römische Geldsystem - vom As zum Denar - Das römische Geldsystem entwickelte sich vom Tauschhandel über Bronzegeld zu einer stabilen Silberwährung und wurde in der späten Republik zunehmend ein politisches Machtinstrument, um Loyalität zu sichern.
Tribunus Celerum - Der Tribunus celerum war in der römischen Königszeit der Befehlshaber der königlichen Eliteeinheit der Celeres und fungierte als militärischer Stellvertreter sowie Leiter der Leibgarde des Königs.
(weniger bekannte) Gottheiten und göttliche Wesen
Die Göttin Fides - Fides ist die Göttin der Treue und Vertragstreue. Sie ist die Personifikation eines der zentralen Werte Roms.
Die Camenen (Camenae) - Die Camenen sind altitalische Quell- und Inspirationsgöttinnen, denen Numa Pompilius einen Kult weihte. Sie stehen für Dichtung, Weissagung und die religiösen Ursprünge römischer Kultur.
Die Göttin Feronia - Feronia ist eine altitalische Göttin der Freiheit, Fruchtbarkeit und Natur, deren Kult aus dem etruskisch-sabellischen Raum stammt. Ihr wichtigstes Heiligtum lag bei Lucus Feroniae.
Die Göttin Murcia - Murcia ist eine alte römische Naturgöttin, die später mit Venus verschmolz und als Venus Murcia verehrt wurde. Ihr Heiligtum lag im Gebiet des späteren Circus Maximus und verband Fruchtbarkeit mit den stillen Kräften der Natur.
Ianus Quirinus - Ianus Quirinus ist die Erscheinungsform des Janus, die den Friedenszustand der römischen Bürgerschaft verkörpert. Seine Tore wurden in Kriegszeiten geöffnet und im gesamten Frieden geschlossen und galten als sichtbares Zeichen für Krieg oder Frieden im Staat.
Volcanus/ Vulcanus - Volcanus (Vulcanus) war der römische Gott des Feuers, der Schmiedekunst und der zerstörerischen Naturkräfte. Bei Livius weiht Tarquinius Priscus ihm nach einem Sieg einen Tempel. Sein griechisches Pendant ist Hephaistos.
Die Göttin Ferentia und der Hain der Ferentia - Ferentia (Ferentina) ist eine wenig bekannte italische Gottheit, die vor allem durch den nach ihr benannten lucus Ferentinae bekannt ist. Dieser heilige Hain bei Aricia war der wichtigste Versammlungsort der latinischen Städte und spielte eine zentrale politische Rolle in der Frühgeschichte Latiums.
Der Gott Terminus - Terminus war der römische Gott der Grenzsteine und schützte als Personifikation der Grenze die Unverletzlichkeit von Besitz, Ordnung und staatlicher Stabilität.
Wichtige Beinamen von Göttern
Mars Gradivus - Mars Gradivus ist der „voranschreitende“ Mars, der das römische Heer in den Krieg führt und den militärischen Aufbruch religiös legitimiert.
Mars Quirinus - Mars Quirinus ist der Mars der römischen Bürgerschaft. Sein Name leitet sich von den Quirites ab, der offiziellen Bezeichnung der vollwertigen römischen Bürger. Er verkörpert den frühen römischen Staat als Gemeinschaft freier Bürger, die ihre Stadt selbst verteidigen.
Mars Ultor - Mars Ultor ist die Gestalt des Mars, die für göttliche Vergeltung und gerechte Rache steht. Er sorgt dafür, dass schwere Verbrechen gegen Rom und seine Ordnung gesühnt werden. Besonders unter Augustus wurde Mars Ultor zum zentralen Gott der staatlichen Gerechtigkeit gegen die Cäsarmörder.
Iuppiter Elicius - Iuppiter Elicius ist der „herbeigerufene“ Iuppiter, der durch Rituale göttliche Zeichen, insbesondere Blitze, offenbart und zur Sicherung der pax deorum angerufen wird.
Iuppiter Stator - Iuppiter Stator ist Iuppiter als „Aufhalter der Flucht“, der den Römern im Kampf Standhaftigkeit verleiht. Der Kult geht auf ein Gelübde des Romulus zurück und steht für Ordnung, Disziplin und die Stabilität des Staates.
Iuppiter Feretrius - Iuppiter Feretrius ist Iuppiter als Träger der spolia opima, der höchsten römischen Kriegsbeute, die dem Gegner abgenommen wurde. Der Kult geht auf Romulus zurück und betont persönliche Tapferkeit sowie die religiöse Dimension römischer Siege.
Iuppiter Silex - Iuppiter Silex ist Iuppiter als Gott der Eide und Verträge, der bei Bündnissen als göttlicher Zeuge angerufen wurde. Der Feuerstein symbolisiert die Unantastbarkeit der fides und die Strafe bei Meineid.
Venus Eryx - Venus Eryx ist Venus in ihrer Verehrung auf dem Berg Eryx in Sizilien. Der Kult geht auf die orientalische Göttin Astarte zurück, wurde von Griechen mit Aphrodite und von Römern mit Venus identifiziert. Das Heiligtum war eines der berühmtesten der Antike.
Topographie Roms: Hügel, Heiligtümer und berühmte Orte
Das Ianiculum - Das Ianiculum ist ein Hügel westlich des Tiber, der nicht zu den sieben Hügeln gehört, aber früh als Vorposten Roms befestigt wurde.
Das Marsfeld (Campus Martius) - Das Marsfeld (Campus Martius) war ein großes Gebiet außerhalb der Stadt Rom, das als militärischer Übungsplatz, Ort für Volksversammlungen und später als wichtiges öffentliches Stadtviertel diente.
Mons Tarpeius - Der Mons Tarpeius war ein Felsen auf dem Kapitol in Rom, von dem in der Antike verurteilte Verräter in die Tiefe gestürzt wurden. Er galt als symbolträchtiger Ort, was Verrätern drohte, wenn sie den Staat verraten hatten.
Bedeutende Städte im Römischen Reich
Die Hafenstadt Ostia - Ostia war der Haupthafen Roms an der Tibermündung und sicherte die Versorgung der Millionenstadt mit Getreide und Waren aus dem gesamten Mittelmeerraum. Die Stadt wuchs zu einer großen, dicht bebauten Handelsmetropole mit zentraler wirtschaftlicher Bedeutung für das Römische Reich.
Die etruskische Stadt Tarquinia - Tarquinia war die bedeutendste Stadt der Etrusker und ein politisches, religiöses und kulturelles Zentrum Mittelitaliens. Von hier stammten die römischen Könige der Tarquinier und viele etruskische Traditionen, die Rom nachhaltig prägten.
Die größte Stadt Griechenlands Korinth - Korinth war eine der größten und reichsten Städte des antiken Griechenlands und kontrollierte als Handelsmetropole den Verkehr zwischen Ägäis und Westmittelmeer. Im Jahr 146 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern vollständig zerstört – gleichzeitig mit Karthago – und erst in der römischen Kaiserzeit neu gegründet.
Die Nachbarstadt Roms Collatia - Collatia war eine kleine Stadt in Latium, östlich von Rom. Bei Livius erscheint sie als feindliche Stadt, die von König Tarquinius Priscus erobert wurde. Berühmt ist Collatia vor allem durch Lucretia, deren Schicksal den Sturz der römischen Könige und die Entstehung der Republik auslöste.
Die "verschwundene" Stadt Suessa Pometia - Suessa Pometia war eine heute verschwundene Stadt im südlichen Latium, etwa 40–60 km von Rom entfernt. Bei Livius ist sie Exilort der Söhne des Ancus Marcius und später eine reiche, von Rom zerstörte Stadt, deren Beute sogar zum Bau des Kapitols beigetragen haben soll.
Die griechische Kolonie Syrakus auf Sizilien - Syrakus war die bedeutendste griechische Stadt auf Sizilien, gegründet 734 v. Chr. von Siedlern aus Korinth. Über Jahrhunderte eine Großmacht im Mittelmeer, geriet sie zwischen Rom und Karthago und wurde 212 v. Chr. nach langer Belagerung von den Römern erobert und ihrer Selbstständigkeit beraubt.
Die etruskische Stadt Veii - Veii war eine der größten etruskischen Städte und über Jahrhunderte der wichtigste Rivale Roms. Der zehnjährige Krieg und die Eroberung 396 v. Chr. unter Camillus markierten einen entscheidenden Wendepunkt: Mit dem Fall Veiis begann Roms Aufstieg zur beherrschenden Macht Mittelitaliens.
Die Stadt Ephesus und das Artemision - Ephesos war eine der größten und reichsten Städte der Antike in Kleinasien. Berühmt war sie vor allem durch den Tempel der Artemis, eines der Sieben Weltwunder. In römischer Zeit war Ephesos Hauptstadt der Provinz Asia und eine der wichtigsten Metropolen des Reiches, bevor die Stadt durch Versandung des Hafens allmählich verfiel.
Die Stadt Halaesa auf Sizilien - Halaesa war eine griechische Stadt an der Nordküste Siziliens, die unter römischer Herrschaft den Status einer civitas libera et immunis besaß. Bei Cicero erscheint sie als Beispiel für eine privilegierte Bundesstadt, die dennoch unter der Ausbeutung durch Verres litt.
Die Stadt Messana auf Sizilien - Messana war eine strategisch entscheidende Hafenstadt an der Straße von Messina. Durch den Hilferuf der Mamertiner an Rom wurde sie zum Auslöser des Ersten Punischen Krieges und damit zum Ausgangspunkt der römischen Expansion im Mittelmeerraum.
Die latinische Stadt Aricia - Aricia war eine der wichtigsten Städte Latiums und ein politisches Zentrum des latinischen Bundes. In ihrer Nähe befand sich der lucus Ferentinae, der wichtigste Versammlungsort der Latiner.
Die Stadt Alba Longa - Alba Longa war nach römischer Überlieferung die älteste Stadt Latiums und die Mutterstadt Roms. Von ihren Königen stammten Romulus und Remus ab. Nach der Zerstörung durch Rom wurden Bevölkerung und Kulte übernommen, sodass Rom als legitimer Erbe Albas galt.
Die Stadt Gabii - Gabii war eine der bedeutendsten Städte Latiums und in der Königszeit ein Rivale Roms. Berühmt ist die Stadt durch die List des Sextus Tarquinius, der Gabii durch Intrige und innere Zersetzung für Rom gewann. Danach verlor die Stadt rasch an politischer Bedeutung.
Die Stadt Ardea - Ardea war die Hauptstadt der Rutuler im südlichen Latium, spielte in der frühen römischen Geschichte als Gegner Roms eine wichtige Rolle und erscheint in der Aeneis als Zentrum des Widerstands unter Turnus gegen Aeneas.
Die Stadt Caere - Caere war eine wohlhabende etruskische Stadt nordwestlich von Rom, die durch enge Beziehungen zu Rom, kulturellen Einfluss und ihre Rolle als Zufluchtsort römischer Heiligtümer besondere Bedeutung in der Frühgeschichte erhielt. Sie war eine der wenigen etruskischen Städte die freundliche Beziehungen zu Rom pflegte.