Bedeutende Städte im Römischen Reich
Bedeutende Städte
Die Hafenstadt Ostia - Ostia war der Haupthafen Roms an der Tibermündung und sicherte die Versorgung der Millionenstadt mit Getreide und Waren aus dem gesamten Mittelmeerraum. Die Stadt wuchs zu einer großen, dicht bebauten Handelsmetropole mit zentraler wirtschaftlicher Bedeutung für das Römische Reich.
Die volskische Stadt Corioli - Die Stadt Corioli wurde laut Titus Livius (2,33) durch den mutigen Einsatz des römischen Soldaten Gnaeus Marcius Coriolanus erobert, der dafür seinen berühmten Beinamen erhielt.
Die etruskische Stadt Tarquinia - Tarquinia war die bedeutendste Stadt der Etrusker und ein politisches, religiöses und kulturelles Zentrum Mittelitaliens. Von hier stammten die römischen Könige der Tarquinier und viele etruskische Traditionen, die Rom nachhaltig prägten.
Die größte Stadt Griechenlands Korinth - Korinth war eine der größten und reichsten Städte des antiken Griechenlands und kontrollierte als Handelsmetropole den Verkehr zwischen Ägäis und Westmittelmeer. Im Jahr 146 v. Chr. wurde die Stadt von den Römern vollständig zerstört – gleichzeitig mit Karthago – und erst in der römischen Kaiserzeit neu gegründet.
Die Nachbarstadt Roms Collatia - Collatia war eine kleine Stadt in Latium, östlich von Rom. Bei Livius erscheint sie als feindliche Stadt, die von König Tarquinius Priscus erobert wurde. Berühmt ist Collatia vor allem durch Lucretia, deren Schicksal den Sturz der römischen Könige und die Entstehung der Republik auslöste.
Die "verschwundene" Stadt Suessa Pometia - Suessa Pometia war eine heute verschwundene Stadt im südlichen Latium, etwa 40–60 km von Rom entfernt. Bei Livius ist sie Exilort der Söhne des Ancus Marcius und später eine reiche, von Rom zerstörte Stadt, deren Beute sogar zum Bau des Kapitols beigetragen haben soll.
Die griechische Kolonie Syrakus auf Sizilien - Syrakus war die bedeutendste griechische Stadt auf Sizilien, gegründet 734 v. Chr. von Siedlern aus Korinth. Über Jahrhunderte eine Großmacht im Mittelmeer, geriet sie zwischen Rom und Karthago und wurde 212 v. Chr. nach langer Belagerung von den Römern erobert und ihrer Selbstständigkeit beraubt.
Die etruskische Stadt Veii - Veii war eine der größten etruskischen Städte und über Jahrhunderte der wichtigste Rivale Roms. Der zehnjährige Krieg und die Eroberung 396 v. Chr. unter Camillus markierten einen entscheidenden Wendepunkt: Mit dem Fall Veiis begann Roms Aufstieg zur beherrschenden Macht Mittelitaliens.
Die Stadt Ephesus und das Artemision - Ephesos war eine der größten und reichsten Städte der Antike in Kleinasien. Berühmt war sie vor allem durch den Tempel der Artemis, eines der Sieben Weltwunder. In römischer Zeit war Ephesos Hauptstadt der Provinz Asia und eine der wichtigsten Metropolen des Reiches, bevor die Stadt durch Versandung des Hafens allmählich verfiel.
Die Stadt Halaesa auf Sizilien - Halaesa war eine griechische Stadt an der Nordküste Siziliens, die unter römischer Herrschaft den Status einer civitas libera et immunis besaß. Bei Cicero erscheint sie als Beispiel für eine privilegierte Bundesstadt, die dennoch unter der Ausbeutung durch Verres litt.
Die Stadt Messana auf Sizilien - Messana war eine strategisch entscheidende Hafenstadt an der Straße von Messina. Durch den Hilferuf der Mamertiner an Rom wurde sie zum Auslöser des Ersten Punischen Krieges und damit zum Ausgangspunkt der römischen Expansion im Mittelmeerraum.
Die latinische Stadt Aricia - Aricia war eine der wichtigsten Städte Latiums und ein politisches Zentrum des latinischen Bundes. In ihrer Nähe befand sich der lucus Ferentinae, der wichtigste Versammlungsort der Latiner.
Die Stadt Alba Longa - Alba Longa war nach römischer Überlieferung die älteste Stadt Latiums und die Mutterstadt Roms. Von ihren Königen stammten Romulus und Remus ab. Nach der Zerstörung durch Rom wurden Bevölkerung und Kulte übernommen, sodass Rom als legitimer Erbe Albas galt.
Die Stadt Gabii - Gabii war eine der bedeutendsten Städte Latiums und in der Königszeit ein Rivale Roms. Berühmt ist die Stadt durch die List des Sextus Tarquinius, der Gabii durch Intrige und innere Zersetzung für Rom gewann. Danach verlor die Stadt rasch an politischer Bedeutung.
Die Stadt Ardea - Ardea war die Hauptstadt der Rutuler im südlichen Latium, spielte in der frühen römischen Geschichte als Gegner Roms eine wichtige Rolle und erscheint in der Aeneis als Zentrum des Widerstands unter Turnus gegen Aeneas.
Die Stadt Caere - Caere war eine wohlhabende etruskische Stadt nordwestlich von Rom, die durch enge Beziehungen zu Rom, kulturellen Einfluss und ihre Rolle als Zufluchtsort römischer Heiligtümer besondere Bedeutung in der Frühgeschichte erhielt. Sie war eine der wenigen etruskischen Städte die freundliche Beziehungen zu Rom pflegte.
Die Stadt Ariminum - Ariminum war eine strategisch bedeutende Kolonie an der Adriaküste Norditaliens, die als Verkehrsknotenpunkt und nördliches Tor Italiens eine wichtige militärische und politische Rolle in der römischen Republik spielte.
Die Stadt Beneventum - Beneventum war eine wichtige römische Kolonie in Süditalien, die besonders durch die Schlacht von 275 v. Chr. bekannt wurde, in der die Römer den König Pyrrhus besiegten und damit ihre Vorherrschaft in Italien sicherten.
Die Stadt Clusium - Clusium war eine bedeutende etruskische Stadt in Etrurien und spielte vor allem durch den König Lars Porsenna eine wichtige Rolle in der frühen Geschichte Roms, als dieser kurz nach dem Sturz des letzten Königs Tarquinius Superbus gegen die junge römische Republik zog.
Die Stadt Cumae - Cumae war eine der ältesten griechischen Kolonien in Kampanien und spielte eine wichtige Rolle bei der Vermittlung griechischer Kultur nach Italien; besonders bekannt wurde die Stadt durch die Cumäische Sibylle und ihre Verbindung zur römischen Überlieferung.
Die Insel Delos - Die Insel Delos war eines der bedeutendsten religiösen und wirtschaftlichen Zentren der Antike und beherbergte mit dem Apollon-Tempel einen bedeutenden panhellenischen Kult.
Die Stadt Tusculum - Die Stadt Tusculum war eine bedeutende latinische Siedlung in der Nähe von Rom, die früh in den römischen Staat integriert wurde und sich später zu einem beliebten Wohn- und Erholungsort der römischen Oberschicht entwickelte.
Die Insel Samos - Die Insel Samos war eines der wichtigsten Kultzentren der griechischen Welt, da sich dort mit dem Heraion ein herausragendes Heiligtum der Göttin Hera befand, die von den Römern mit Iuno gleichgesetzt und als samische Iuno verehrt wurde.
Die Stadt Halikarnassos - Die Stadt Halikarnassos war eine bedeutende Hafen- und Residenzstadt in Karien, die vor allem durch das monumentale Mausoleum des Satrapen Mausolos berühmt wurde, eines der sieben Weltwunder der Antike.
Die Stadt Ecetra - Die Stadt Ecetra war eine volskische Stadt in Latium, die in den frühen Kriegen zwischen Rom und den Volskern erwähnt wird und bei Livius als Schauplatz römischer Feldzüge erscheint.
Die Insel Tenedos - Die Insel Tenedos war eine kleine, aber strategisch und kulturell bedeutende Insel in der nordöstlichen Ägäis, die bei Cicero als Beispiel für den Kunstraub des Statthalters Verres erwähnt wird.
Römische Provinzen
Die Provinz Achaia - Die Provinz Achaia entstand 146 v. Chr. nach der Zerstörung von Korinth und machte Griechenland endgültig zu einem Teil des römischen Reiches, blieb jedoch ein kulturelles Zentrum.
Die Provinz Asia - Die römische Provinz Asia entstand 133 v. Chr. aus der testamentarischen Vermachung des Königreichs Pergamon an Rom und entwickelte sich zu einer der reichsten und wichtigsten Regionen des römischen Reiches.
Die Provinz Kilikien - Die Provinz Kilikien lag im südlichen Kleinasien und war ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum. Sie wurde unter Pompeius im berühmten Krieg gegen die kilikischen Piraten (67-65 v. Chr.) erobert und somit römisch.
Die Provinz Pamphylien - Die Region Pamphylien kam im 1. Jahrhundert v. Chr. unter römische Kontrolle, wurde nach der Bekämpfung der Piraterie Teil der Provinz Lycia et Pamphylia und war vor allem für Handel und Küstensicherung im Mittelmeer wichtig.