Laodikeia (Laodicea ad Lycum): Wohlhabende Stadt in Kleinasien
Laodikeia (lateinisch Laodicea, griechisch Λαοδίκεια πρὸς τῷ Λύκῷ) war eine bedeutende Stadt in Kleinasien und ein wichtiges Handels- und Verwaltungszentrum der hellenistischen und römischen Zeit. Bei Marcus Tullius Cicero erscheint die Stadt in den Verrinen im Zusammenhang mit den Reisen und Machenschaften des Gaius Verres (In Verrem II,1,30).
Lage der Stadt
Laodikeia am Lykos lag:
in der Landschaft Phrygien in Kleinasien
nahe dem Fluss Lykos
im Westen des heutigen Türkei
Sie befand sich in einer wirtschaftlich günstigen Lage:
an wichtigen Handelsstraßen
zwischen dem Binnenland Anatoliens und der Ägäisküste
Nahegelegene bedeutende Städte waren:
Hierapolis
Kolossai
Gründung und Namensherkunft
Die Stadt entstand in hellenistischer Zeit:
gegründet bzw. ausgebaut durch:
Antiochos II. Theos
im 3. Jahrhundert v. Chr.
Herkunft des Namens
Der Name Laodikeia geht vermutlich zurück auf:
Laodike, die Ehefrau oder Mutter des Herrschers
Solche Namensgebungen waren im Hellenismus typisch:
Städte wurden nach Angehörigen der Herrscherfamilie benannt.
Wirtschaftliche Bedeutung
Laodikeia gehörte zu den reichsten Städten Kleinasiens.
Bekannt war sie besonders für:
Handel
wichtige Verkehrslage
Textilproduktion
berühmte schwarze Wolle
Finanzwesen
wohlhabende Bürger und Banken
Die Stadt war so reich, dass sie sich nach einem schweren Erdbeben im 1. Jahrhundert n. Chr. weitgehend selbst wieder aufbauen konnte.
Laodikeia unter Rom
Mit der römischen Expansion wurde die Stadt Teil der Provinz Asia.
Unter römischer Herrschaft:
blieb sie wirtschaftlich bedeutend
wurde regionales Verwaltungszentrum
Viele römische Beamte und Statthalter kamen dort vorbei.
Spätere Bedeutung
Laodikeia wurde später auch wichtig für:
das frühe Christentum
Sie zählt zu den:
„Sieben Gemeinden“ der Offenbarung des Johannes.