Die Provinz Kilikien
Lage und Bedeutung
Die Provinz Kilikien liegt im südlichen Kleinasien an der Mittelmeerküste (heute Türkei) und ist geprägt von fruchtbaren Ebenen, Gebirgen und einer strategisch sehr wichtigen Lage. Hier liegt die Kilikische Pforte zwischen Tarsos und Tyana, durch die schon Alexander damals aus Kappadokien kommend nach Kilikien vorstieß. Schon in der Antike war sie ebenso ein Knotenpunkt für Handel und Kultur.
Frühgeschichte und Hellenistische Zeit
Kilikien wurde von Hethitern, Phöniziern und Griechen besiedelt. In Hellenistischer Zeit war es lange Zeit Zankapfel zwischen den Seleukiden und Ptolemäern bis es vollständig von König Antiochus dem Großen unter seleukidische Herrschaft gebracht wurde.
Römische Eroberung
Um 66–65 v. Chr. führte Gnaeus Pompeius Magnus eine Kampagne gegen die Piraten und brachte Kilikien unter römische Kontrolle. Unter Augustus wurde die Region offiziell zur römischen Provinz erklärt, mit Städten wie Tarsus als Verwaltungs- und Handelszentren.
Unter römischer Herrschaft
Rom brachte Infrastruktur, Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Straßen, Häfen und Städte wurden ausgebaut, römisches Recht eingeführt, während Kilikien seine kulturelle Vielfalt aus griechischen, lokalen und römischen Traditionen bewahrte.