Die Stadt Tusculum - bedeutende Nachbarstadt Roms
Lage
Tusculum war eine antike Stadt in Latium, etwa 20 Kilometer südöstlich von Rom in den Albaner Bergen gelegen. Durch ihre erhöhte Lage bot sie einen strategischen Überblick über die Umgebung und ein angenehmes Klima, was sie später zu einem beliebten Rückzugsort machte.
Geschichte und Verhältnis zu Rom
Tusculum war ursprünglich eine selbstständige latinische Stadt, Teil des Latinerbundes und stand in enger, teils konfliktreicher Beziehung zu Rom. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde sie in den römischen Einflussbereich eingegliedert und erhielt schließlich das römische Bürgerrecht (Sehr ungewöhnlich!). Anders als viele andere Städte behielt Tusculum dabei eine gewisse Bedeutung und wurde zu einem festen Bestandteil des römischen Staatsgebiets.
Ebenso war Tusculum auch Verbannungsort von Tarquinius Superbus, in den er sich zurückgezogen hatte, nachdem seine Rückeroberung Roms mithilfe der Etrusker gescheitert war. (AUC, 2, 15)
Bedeutung in der römischen Zeit
In der römischen Republik und Kaiserzeit entwickelte sich Tusculum zu einem beliebten Wohn- und Erholungsort der römischen Oberschicht. Viele wohlhabende Römer, darunter auch Cicero, besaßen dort Villen. Die Stadt war bekannt für ihre ruhige Lage, ihre Bildungstradition und ihre Nähe zu Rom, wodurch sie eine wichtige kulturelle Rolle spielte. Viele hochranginge Senatoren zogen sich im Sommer oft hierhin zurück, um der Hitze in der Stadt etwas zu entkommen.