Religiöse Kulte und Priesterämter in Rom
Die römischen Kulthandlungen und ihre Bedeutung - Die römischen Kulthandlungen umfassten festgelegte Rituale, Opfer und Gebete, mit denen die Römer das pax deorum, das gute Verhältnis zu den Göttern, sichern wollten.
Die Fetialen - Die Fetialen waren römische Priester, die für die religiös legitimierte Erklärung von Krieg und Frieden zuständig waren. Sie sicherten, dass Rom nur in einem bellum iustum kämpfte.
Pater Patratus - Der pater patratus war ein Fetialpriester, der Verträge und Kriegserklärungen im Namen Roms rituell vollzog. Er sicherte die religiöse und rechtliche Gültigkeit römischer Abkommen.
Das Pomerium - Das Pomerium ist die heilige Stadtgrenze Roms, die rituell festgelegt worden ist. Innerhalb dieses Bereichs waren Waffen tragen und militärisches Imperium verboten, um den sakralen und zivilen Charakter der Stadt zu wahren.
Haruspices - Die Haruspices waren etruskische Priester, die den Willen der Götter durch Eingeweideschau und Vorzeichen deuteten. Rom übernahm diese Praxis als Teil seiner staatlichen Religion.
Die Suovetaurilia - Suovetaurilia bezeichnet ein römisches Reinigungsopfer, bei dem ein Schwein, ein Schaf und ein Stier geopfert wurden, um Heer, Volk oder Land rituell zu reinigen und die Götter gnädig zu stimmen.
Das Auspicium - Auspicium bezeichnet die rituelle Vogelschau im alten Rom, durch die vor politischen oder militärischen Entscheidungen der Wille der Götter eingeholt wurde.
Die Salier - Die Salier waren ein altes römisches Priesterkollegium des Mars, das durch rituelle Tänze und Prozessionen mit heiligen Schilden den göttlichen Schutz für den römischen Staat sichern sollte.
Der Pontifex Maximus - Der Pontifex Maximus war der oberste Priester Roms, der die staatliche Religion leitete, religiöse Vorschriften überwachte und dadurch großen Einfluss auf das politische Leben ausübte.
Die Saturnalien - Die Saturnalien waren ein mehrtägiges römisches Fest zu Ehren des Gottes Saturn, das durch ausgelassene Feiern, Geschenke und die zeitweilige Aufhebung sozialer Unterschiede zu den beliebtesten und ungewöhnlichsten Festen der Antike gehörte.
Die Magni Ludi (Großen Spiele) - Die Magni Ludi waren eines der ältesten und wichtigsten Staatsfeste im antiken Rom, das ursprünglich zu Ehren des Gottes Jupiter veranstaltet wurde und religiöse Rituale mit öffentlichen Spielen wie Wagenrennen und Theateraufführungen verband.