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Wichtige Gegner und Verbündete in römischer Geschichte
Der Volksstamm der Aequer - Die Aequer waren ein eigenständiger italischer Bergstamm im östlichen Latium, östlich von Rom, vor allem in der Gegend des Mons Algidus. Im 5. Jahrhundert v. Chr. zählten sie zu den gefährlichsten Gegnern Roms und führten fast ununterbrochen Grenzkriege gegen die junge Republik, häufig gemeinsam mit den Volskern.
Der Volksstamm der Allobroger - Die Allobroger waren ein bedeutender keltischer Stamm zwischen Rhône, Genfersee und Alpen, der 121 v. Chr. von Rom unterworfen wurde, sich 61 v. Chr. noch einmal gegen die römische Herrschaft erhob und schließlich dauerhaft in die römische Provinzordnung integriert wurde. Von ihrem Hauptort Vienna aus entwickelte sich ihr Gebiet in der Kaiserzeit zu einer stark romanisierten Region, während die Allobroger bereits bei Caesar als wichtige Unterstützer Roms im Helvetierkrieg erscheinen.
Der Volksstamm der Aurunker - Die Aurunker waren ein italischer Volksstamm im südlichen Latium, der im frühen 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. in Konflikt mit Rom geriet und schließlich in den römischen Staat eingegliedert wurde.
Der Volkstamm der Belger - Die Belger waren eine kriegerische Stammesgruppe im Norden Galliens, die laut Gaius Iulius Caesar zu den tapfersten Galliern zählten und in den Kämpfen des Jahres 57 v. Chr. (BG Buch 2) entscheidend von Rom unterworfen wurden.
Der Volksstamm der Boier - Die Boier waren ein weit verbreiteter keltischer Volksverband, von dem sich ein Teil 58 v. Chr. den Helvetiern anschloss und nach der Niederlage bei Bibracte auf dem Gebiet der Häduer angesiedelt wurde. Dort errichteten bzw. bewohnten sie unter anderem das Oppidum Gorgobina, das 52 v. Chr. von Vercingetorix belagert wurde.
Der Häduer Diviciacus - Diviciacus war ein bedeutender Häduer, Druide und politischer Vermittler, der die Verbindung seines Volkes mit Rom nutzte, um die Stellung der Häduer gegenüber ihren Gegnern zu stärken. Als wichtiger Verbündeter Caesars und Fürsprecher anderer gallischer Völker spielte er eine bedeutende Rolle in der frühen Phase des Gallischen Krieges und ist zugleich einer der wenigen namentlich bekannten gallischen Druiden, die durch ein persönliches Zeugnis Ciceros überliefert sind.
Der Häduer Dumnorix - Dumnorix war ein mächtiger Häduer und einflussreicher gallischer Aristokrat, der aufgrund seiner eigenen politischen Interessen und seiner Verbindungen zu anderen gallischen Völkern zunehmend zum Gegner Caesars wurde. Nachdem sein Bruder Diviciacus ihn 58 v. Chr. noch vor Caesars Strafe bewahrt hatte, wurde Dumnorix 54 v. Chr. bei einem Fluchtversuch während Caesars Britannienfeldzug getötet.
Der Volksstamm der Etrusker - Die Etrusker waren ein autochthones, hochentwickeltes Volk Mittelitaliens, das Rom kulturell und religiös maßgeblich prägte, politisch jedoch im 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. von der expandierenden römischen Republik unterworfen und integriert wurde.
Der Volksstamm der Haeduer - Die Häduer (Aedui) waren eine der mächtigsten keltischen Gemeinschaften Zentralgalliens und bereits vor Caesars Eroberung enge Verbündete Roms. Ihre strategische Lage, ihre politische Bedeutung und ihr wechselhaftes Verhältnis zu Caesar machten sie zu einem entscheidenden Faktor des Gallischen Krieges.
Der Volksstamm der Helvetier - Die Helvetier waren ein keltischer Stamm aus dem Gebiet der heutigen Schweiz, dessen geplante Auswanderung (BG Buch 1) Gaius Iulius Caesar als Anlass nutzte, um in Gallien militärisch einzugreifen und seine Macht auszubauen.
Der Volksstamm der Herniker - Die Herniker waren ein italischer Volksstamm östlich von Latium, der zunächst als Verbündeter Roms gegen die Volsker auftrat, später jedoch in Konflikt mit Rom geriet und im 4. Jahrhundert v. Chr. in den römischen Staat eingegliedert wurde.
Der Volksstamm der Latiner - Die Latiner waren ein italischer Städteverband in Latium, zu dem ursprünglich auch Rom gehörte, bevor die Stadt durch militärischen und politischen Aufstieg zur führenden Macht der latinischen Welt wurde.
Der Volksstamm der Latobriger - Die Latobriger waren ein kleiner keltischer Volksverband im Umfeld der Helvetier, dessen Siedlungsgebiet vermutlich im Raum der heutigen Nordschweiz und Süddeutschlands lag, aber nicht sicher lokalisiert werden kann. 58 v. Chr. schlossen sie sich mit rund 14.000 Menschen dem Helvetierzug an, wurden bei Bibracte besiegt und von Caesar anschließend zur Rückkehr in ihre Heimat und zum Wiederaufbau ihrer zerstörten Siedlungen gezwungen.
Der Helvetier Orgetorix - Orgetorix war ein führender Adliger der Helvetier, der laut Gaius Iulius Caesar (BG 1,2–4) die Auswanderung seines Stammes initiierte und zugleich nach politischer Vorherrschaft in Gallien strebte, wodurch er indirekt den Gallischen Krieg auslöste.
Der Volksstamm der Rauricer - Die Rauricer (Rauraci) waren ein keltischer Stamm am südlichen Oberrhein, dessen Zentrum im Raum des heutigen Basel lag. Nachdem sie 58 v. Chr. gemeinsam mit den Helvetiern gegen Caesar gezogen waren und nach der Niederlage bei Bibracte in ihre Heimat zurückkehren mussten, beteiligten sie sich 52 v. Chr. mit 2.000 Kämpfern am gallischen Widerstand gegen Caesar und wurden später in die römische Welt um Augusta Raurica integriert.
Der Volksstamm der Rutuler - Die Rutuler waren ein italischer Volksstamm mit dem Zentrum Ardea, der in der römischen Frühgeschichte als Gegner Roms erscheint und in der Aeneis durch ihren König Turnus zum mythischen Gegenspieler des Aeneas und damit zum Symbol des einheimischen Widerstands gegen die trojanische Gründungstradition wird.
Der Volksstamm der Sabiner - Die Sabiner waren ein italischer Volksstamm im Gebiet nordöstlich von Rom, der in der römischen Überlieferung eine zentrale Rolle in der Frühgeschichte der Stadt spielte (Raub der Sabinerinnen) und später politisch und kulturell in den römischen Staat integriert wurde.
Der Volksstamm der Santonen - Die Santonen waren ein bedeutender keltischer Volksverband an der Atlantikküste im Südwesten Galliens, dessen Gebiet vor allem die spätere Saintonge mit dem Zentrum Mediolanum Santonum, dem heutigen Saintes, umfasste. Sie traten bei Caesar sowohl als maritime Unterstützer Roms im Krieg gegen die Veneter als auch mit 12.000 Kämpfern im gallischen Entsatzheer für Alesia hervor.
Das Seleukidenreich - Das Seleukidenreich war eines der Nachfolgerkönigreiche von Alexander dem Großen und eines der Mächtigsten bis es in den Konflikt mit Rom geriet und dann besiegt wurde.
Der Volksstamm der Sequaner - Die Sequaner waren ein bedeutender keltischer Stamm im Osten Galliens, dessen strategische Lage zwischen Jura, Saône und Rhein sie zu einer wichtigen Macht machte. Ihr Versuch, mithilfe des Germanen Ariovistus die rivalisierenden Häduer zu besiegen, führte jedoch zur eigenen Unterwerfung und bot Caesar 58 v. Chr. einen wichtigen Anlass, gegen Ariovistus vorzugehen.
Der Volksstamm der Tolosaten - Die Tolosaten waren die keltische Bevölkerung des Raumes um Tolosa, des bedeutenden Zentrums der Volcae Tectosages am Oberlauf der Garonne. Nach dem Aufstand und der Eroberung Tolosas durch Rom im Jahr 106 v. Chr. wurde ihr Gebiet in die Provinz Gallia Transalpina eingegliedert, und aus dem keltischen Machtzentrum entwickelte sich unter römischer Herrschaft eine bedeutende gallorömische Stadt.
Der Volksstamm der Tulinger - Die Tulinger waren ein nur wenig bekannter, vermutlich keltischer Volksverband aus dem Umfeld der Helvetier, der sich 58 v. Chr. deren Auszug anschloss und mit rund 36.000 Menschen an Caesars Gallischem Krieg beteiligt war. Nach der Niederlage bei Bibracte mussten sie auf Caesars Befehl in ihre Heimat zurückkehren und ihre zuvor zerstörten Siedlungen wiederaufbauen.
Der Volksstamm der Vocontier - Die Vocontier waren ein bedeutender keltischer Volksverband im südöstlichen Gallien, dessen Gebiet sich zwischen Rhône, Durance, Drôme und den westlichen Alpen erstreckte. Nach ihrer Eingliederung in die römische Herrschaft bewahrten sie als civitas foederata eine ungewöhnliche politische Sonderstellung und entwickelten mit Vasio und Lucus Augusti zwei bedeutende Zentren innerhalb der Provinz Gallia Narbonensis.
Der Volksstamm der Volsker - Die Volsker waren ein eigenständiger italischer Volksstamm südöstlich von Rom und gehörten zu den wichtigsten Gegnern der frühen Republik. Im 4. Jh. v. Chr. wurden die Volsker von Rom unterworfen und romanisiert.