Der Caelius (Mons Caelius)
Der Caelius (lateinisch Mons Caelius) ist einer der sieben Hügel Roms und liegt südöstlich des Stadtzentrums zwischen dem Palatin, dem Esquilin und dem Circus Maximus. Er gehört zu den größeren Hügeln der Stadt und spielte sowohl in der Frühgeschichte Roms als auch in der späteren Entwicklung der Stadt eine wichtige Rolle.
Ursprung des Namens
Der Name des Hügels wird traditionell auf den etruskischen Anführer Caeles Vibenna zurückgeführt. Nach römischer Überlieferung soll dieser sich gemeinsam mit seinem Bruder Aulus Vibenna in Rom niedergelassen haben. (vgl. Varro, De Lingua Latina, 5, 46)
Der Hügel habe deshalb später seinen Namen erhalten. Diese Tradition zeigt auch den starken Einfluss der Etrusker auf die frühe Entwicklung Roms.
Der Caelius in der frühen Stadtgeschichte
In der Frühzeit Roms lag der Caelius zunächst eher am Rand der Stadt. Erst mit der Erweiterung des römischen Stadtgebiets wurde er vollständig in die Stadt integriert.
Während der Zeit der Könige und der frühen Republik entwickelte sich der Hügel zunehmend zu einem Wohngebiet. Besonders Angehörige des römischen Adels ließen sich hier nieder.
Entwicklung in Republik und Kaiserzeit
In der römischen Republik blieb der Caelius ein wichtiges Wohnviertel wohlhabender Bürger. Später entstanden dort auch größere Gebäude und öffentliche Anlagen.
In der Kaiserzeit wurden auf dem Hügel zahlreiche prächtige Häuser errichtet. Außerdem befanden sich dort mehrere militärische Einrichtungen, darunter eine Kaserne der kaiserlichen Leibgarde.
Der Hügel blieb somit ein bedeutender Teil der Stadt, auch wenn er politisch weniger im Mittelpunkt stand als etwa das Kapitol oder der Palatin.