Die Makedonischen Kriege – Rom gegen Makedonien
Ausgangslage: Die hellenistische Welt
Nach dem Tod von Alexander dem Großen (323 v. Chr.) entstanden mehrere große Reiche, darunter:
das Reich der Antigoniden in
Makedonien
das Seleukidenreich
das Ptolemäerreich in Ägypten
Diese Reiche konkurrierten miteinander – und schließlich griff auch Rom in diese Konflikte ein, nachdem das Seleukidenreich sich durchzusetzen schien.
Der Erste Makedonische Krieg (214–205 v. Chr.)
Vorgeschichte
Während des Zweiten Punischer Kriegs suchte der makedonische König Philipp V. die Gelegenheit, seinen Einfluss auszudehnen.
Er verbündete sich mit Hannibal gegen Rom, um eine neue Front gegen Rom zu eröffnen.
Verlauf
Kämpfe vor allem in Griechenland und an der Adriaküste
Rom war durch den Krieg gegen Karthago gebunden
keine entscheidenden Schlachten
Ergebnis
205 v. Chr.: Frieden von Phoinike
Keine klaren Sieger, aber wachsendes Misstrauen zwischen Rom und Makedonien
Der Zweite Makedonische Krieg (200–197 v. Chr.)
Vorgeschichte
Nach dem Krieg gegen Hannibal wandte sich Rom dem Osten zu.
Griechische Staaten beschwerten sich über die Expansion von Philipp V..
Rom griff ein – offiziell als „Schutzmacht“ der Griechen. Viel eher war Rom aber wohl immer noch sauer über die Einmischung der Makedonen in den zweiten Punischen Krieg. Es war also eher ein Feldzug zur Bestrafung.
Verlauf
Der entscheidende Moment war die Schlacht von:
Kynoskephalai (197 v. Chr.)
Römischer Feldherr:
Titus Quinctius Flamininus
Ergebnis:
Sieg der römischen Legion über die makedonische Phalanx
Wichtig: Die Schlacht zeigte die Überlegenheit der flexiblen römischen Legion gegenüber der starren Phalanx.
Folgen
Philipp V. musste Gebiete aufgeben
Griechenland wurde offiziell „frei“ erklärt (196 v. Chr.)
In Wirklichkeit begann hier die römische Vorherrschaft in Griechenland
Der Dritte Makedonische Krieg (171–168 v. Chr.)
Vorgeschichte
Nach dem Tod Philipps V. übernahm sein Sohn Perseus die Macht.
Er versuchte:
die Stärke Makedoniens wiederherzustellen
Bündnisse in Griechenland zu knüpfen
Rom sah darin erneut eine Bedrohung.
Verlauf des Krieges
Anfangs wechselhafte Kämpfe
Rom hatte zunächst Schwierigkeiten
schließlich übernahm ein neuer Feldherr das Kommando:
👉 Lucius Aemilius Paullus
168 v. Chr.: Schlacht von Pydna
Die Entscheidung fiel bei
Pydna.
Verlauf:
Die makedonische Phalanx war zunächst erfolgreich
unebenes Gelände brachte sie jedoch in Unordnung
die römischen Legionen nutzten die Lücken
Ergebnis:
vollständige Niederlage Makedoniens
König Perseus wurde gefangen genommen
Folgen der Schlacht von Pydna
Nach 168 v. Chr.:
das Königreich Makedonien wurde aufgelöst
in mehrere abhängige Teilstaaten geteilt
später endgültig römische Provinz
Rom war nun die dominierende Macht in Griechenland
Gesamtbedeutung der Makedonischen Kriege
Die Kriege zeigen:
den Aufstieg Roms zur Großmacht im Osten
das Ende der makedonischen Vorherrschaft
den Übergang von der hellenistischen Welt zur römischen Kontrolle