Der Esquilin – einer der sieben Hügel Roms (Mons Esquilinus)
Lage des Esquilin
Der Esquilin ist einer der berühmten sieben Hügel von Rom. Er liegt im östlichen Teil der Stadt und ist der größte der sieben Hügel.
Der Esquilin besteht aus mehreren Anhöhen, vor allem:
dem Oppius
dem Cispius
Durch seine Lage war der Esquilin ein Übergang zwischen dem alten Stadtkern und den später erweiterten Stadtgebieten.
Frühe Geschichte: Randgebiet und Begräbnisstätte
In der frühen römischen Geschichte hatte der Esquilin keinen guten Ruf. Er lag zunächst außerhalb der älteren Stadtgrenzen und wurde lange Zeit als:
Müllabladeplatz
und Begräbnisstätte für Arme und Sklaven
genutzt.
Hier befanden sich sogenannte Massengräber (puticuli), in denen einfache Menschen ohne großen Aufwand bestattet wurden. Das Gebiet galt daher als ungesund und unangenehm.
Veränderung unter Augustus
Erst in der Zeit des ersten römischen Kaisers Augustus änderte sich das Bild des Esquilin grundlegend.
Sein enger Vertrauter Maecenas ließ das Gebiet umgestalten:
Die alten Gräber wurden entfernt
Der Boden wurde aufgeschüttet
Es entstanden prächtige Gärten (Horti Maecenatis)
Diese Gärten wurden zu einem beliebten Treffpunkt der römischen Oberschicht.
Der Esquilin als Wohngebiet
Nach der Umgestaltung entwickelte sich der Esquilin zu einem wichtigen Wohngebiet:
Reiche Römer ließen sich hier nieder
gleichzeitig entstanden auch Mietshäuser (insulae) für die einfache Bevölkerung
Der Hügel zeigte also einen starken sozialen Gegensatz zwischen Luxus und einfachem Leben.
Spätere Bedeutung
In der Kaiserzeit blieb der Esquilin ein bedeutender Teil Roms. Später wurden hier große Bauwerke errichtet, darunter Teile der Thermen und Paläste.
Heute gehört das Gebiet zum historischen Zentrum der modernen Stadt Roms.